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Airbrush

Mit einer Spritzpistole, gängig ist auch im Deutschen der englische Begriff Airbrush , kann man mittels Druckluft fein dosierten Farbnebel erzeugen, und so Kunstwerke mit makellosen Oberflächen und Farbverläufen herstellen. Der Ursprung der Airbrush-Technik ist unumstritten. Die erste Airbrush-Pistole wurde 1878 von Abner Peeler, einem amerikanischen Juwelier konstruiert und im April 1882 patentiert. Seinem Patentantrag legte er ein Selbstportät bei, welches er mit seiner Erfindung retuschiert hatte.

Die ersten Bilder, die mit der Airbrush gemalt waren, wurden von Kunstliebhabern und Museen mit dem Argument abgewiesen, sie seien mit „nicht künstlerischen Mitteln“ gemalt worden. Um 1960 entwickelten sich eigene Kunstformen wie Fotorealismus oder Hyperrealismus. Erst um 1970 wurde Airbrush als Kunstrichtung anerkannt. Einer der Ersten Airbrush-Künstler in Deutschland ist Gernot Bubenik. Einer der bekanntesten Airbrush-Künstler ist H. R. Giger. Heute wird die Airbrushtechnik in den unterschiedlichsten Bereichen angewandt, wie z. B. Werbeillustration, Custompainting, Bodypainting, Modellbau, Nail Design, Mural Painting, Make Up, usw. Es ist ein geeignetes Malmittel, um Strukturen und kleinste bis sehr große Farbverläufe herzustellen.

Technisch unterscheidet man Single-Action-, Double-Action-, und kontrollierte Double-Action-Geräte. Bei kontrollierten-Double-Action-Airbrushs wird Luft- und Farbmenge gemeinsam durch Zurückziehen des Bedienhebels geregelt (Gerät mit abhängiger Doppelfunktion) Beim Double-Action-Airbrush kann die Farbmenge mit dem Bedienhebel separat geregelt werden: die Luft wird durch Druck auf den Hebel eingeschaltet, und die Farbmenge durch Zurückziehen des Hebels justiert. Bei einem klassischen Single-Action-Gerät wird die Farbmenge mit einem voreingestellten Farbstrahl versprüht. Durch Druck auf den Hebel kommt somit immer die gleiche Farbmenge heraus.